Good News für Händler*innen in Deutschland: Ab sofort wird es auch hierzulande möglich sein, einen Facebook und Instagram Shop zu errichten, der auch tatsächlich ein Onlineshop ist. Denn bisher waren Facebook und Instagram Shops keine Onlineshops im eigentlichen Sinne, sondern Produktkataloge, in denen die Produkte lediglich präsentiert wurden. Wollten Kund*innen nämlich einen Kauf tätigen, wurden sie auf den Onlineshop weitergeleitet, gaben dort die Bestellung auf und gelangten in den Checkout. Ab sofort kann der Checkout nun direkt im Facebook Shop oder auf Instagram integriert werden.

Aber das ist nicht die einzige Neuerung, im Laufe des Jahres wird es weitere Features geben, die sich noch in der Testphase befinden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Neuerungen persönlich angekündigt (hier der Link zum Video) und erklärte seine hauptsächliche Motivation damit, besonders kleineren Händler*innen im Einzelhandel helfen und ihnen einen schnellen Einstieg in den E-Commerce ermöglichen zu können, da sie von der Coronakrise besonders betroffen sind. Aber natürlich tritt Facebook dadurch auch in direkte Konkurrenz mit Amazon und Ebay und steigert auch seine Werbeumsätze, weil Unternehmen verstärkt Werbung schalten, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. 

Was sind die Vorteile der neuen Facebook und Instagram Shops?

Die Käufe werden nun direkt im Facebook Shop getätigt, sodass Kund*innen für die Bestellung und den Checkout Facebook nicht mehr verlassen müssen. Es kann nämlich sein, dass Kund*innen einen Kauf nicht tätigen und ihn abbrechen, sobald sie auf eine externe Seite, also den eigentlichen Onlineshop, weitergeleitet werden. Denn in vielen Fällen müssen sie sich anschließend, wenn sie Erstkäufer*innen sind, als Kund*innen registrieren, bevor sie mit dem Kauf fortfahren können, was mehr Aufwand bedeutet und eher abschreckend wirkt. Dadurch, dass sie nun direkt im Facebook Shop einkaufen können, sinkt die Hemmschwelle, einen Kauf tatsächlich zu tätigen. In den USA war dieses Feature bereits möglich, nun ist es auch in Deutschland verfügbar. Mehr über den Facebook-Checkout und wie Du ihn aktivieren kannst, findest Du im Hilfebereich von Facebook for Business


Mit welchen Kosten sind Facebook-Shops verbunden?

Die Erstellung eines Facebook- Shops ist kostenlos, es fallen jedoch Verkaufsgebühren an; mehr dazu findest Du ebenfalls im Hilfebereich von Facebook for Business. Wie Du als Shopify-Händler*in Deinen Onlineshop mit Facebook verknüpfen kannst, erklären wir Dir in diesem Artikel; im Falle von Instagram findest Du eine Anleitung in diesem Artikel.


Folgende Features sind noch in der Testphase. Wann sie tatsächlich für die breite Masse verfügbar sein werden, ist daher noch nicht bekannt. Das konkrete Release wird sicherlich nach der Testphase bekannt gegeben.


Live-Shopping

Live-Shopping ist im Grunde Teleshopping 2.0: Produkte, die während eines Live-Streams vorgestellt werden, werden auch direkt zu kaufen sein. Besonders interessant und nützlich ist dieses Feature daher für Influencer*innen und ihre Follower*innen.


Produkte "anprobieren" per Augmented Reality

Mit Augmented Reality (AR) werden virtuelle Produkte mit realen Bildern verknüpft. So können beispielsweise Brillen oder Kleidungsstücke virtuell "anprobiert" werden. Oder Kund*innen können sehen, wie Dekoartikel wie Vasen auf der heimischen Anrichte tatsächlich aussehen würden. Das ist nicht nur bloß ein Gimmick, sondern würde auch dabei helfen, die Retourenquote zu senken, weil Kund*innen sehen würden, ob die Produkte tatsächlich auch passen. Auch hier ist es noch nicht bekannt, wann das Feature nach der Testphase tatsächlich freigeschaltet wird.

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