Eine der Fragen, die Händler:innen besonders umtreibt, bevor sie sich für eine E-Commerce-Plattform für ihren Shop entscheiden oder gar komplett neu im E-Commerce sind, ist die nach der Zahlungsabwicklung. 

Schließlich ist eine reibungslose und unkomplizierte Zahlungsabwicklung, die die Wünsche und Präferenzen der Kund:innen berücksichtigt, essenziell für den Erfolg eines jeden Onlineshops: Entspricht sie nicht den Erwartungen der Kund:innen, kaufen sie woanders ein; es ist eine Abstimmung mit Klicks. Eine Studie von Sendcloud hat nämlich ergeben, dass 53% der potenziellen Kund:innen einen Kauf abbrechen, wenn die gewünschte Zahlungsmethode nicht angeboten wird. 

Shopify als professionelles Shopsystem, das von Anfang an als reine E-Commerce-Plattform konzipiert wurde und so an den Start ging und wächst, weiß um die Bedürfnisse und Herausforderungen im E-Commerce. Und hier kommt Shopify Payments ins Spiel.

Was ist Shopify Payments?

Shopify Payments ist der Gesamtbegriff für sämtliche Zahlungsmethoden, die Shopify allen Händler:innen sozusagen "von Haus aus" anbietet. Das bedeutet, dass diese Zahlungsmethoden nach einer einmaligen Aktivierung im Shopify-Backend sofort genutzt und im eigenen Shopify-Shop angeboten werden können, ohne dass eine individuelle und externe Anbindung notwendig ist; denn genau das ist bei Drittanbieter wie beispielsweise PayPal der Fall.

Welche Zahlungsmethoden bietet Shopify Payments?

Shopify Payments beinhaltet mehrere Zahlungsanbieter; darunter auch jene, die zu den beliebtesten gehören. Je nach Land bzw. Region können sie variieren. Folgende Zahlungsmethoden, inklusive anfallender Gebühren, werden im deutschsprachigen Raum angeboten (die Gebühren in tabellarischer Form findest Du weiter unten):

Klarna Kauf auf Rechnung

Kauf auf Rechnung ist die beliebteste Zahlungsmethode im deutschsprachigen Raum; nirgendwo sonst genießt sie so viel Popularität wie in den drei Ländern D/A/CH, wobei sie in Deutschland noch beliebter ist. Mit Shopify Payments können also Händler:innen jene Zahlungsmethode, die besonders bevorzugt wird, automatisch anbieten.

 Gebühren 2,99 % + 0,35 € (alle Shopify-Pläne)


Sofortüberweisung

Besonders in Deutschland ist die Sofortüberweisung eine Zahlungsmethode, die relativ oft genutzt; wenn auch nicht in dem Maße wie Kauf auf Rechnung. Dabei nehmen Kund:innen die Zahlung mit ihren Zugangsdaten zum Online-Banking vor.

 Gebühren 1,4 % + 0,25 € (alle Shopify-Pläne)

Kreditkartenzahlungen (VISA, Mastercard, American Express, Maestro)

In Deutschland sind Kreditkarten bei Onlinezahlungen vergleichsweise weniger weit verbreitet, dafür aber in anderen Ländern umso mehr; in Frankreich und UK gehören sie zu den beliebtesten Zahlungsmethoden, in Österreich belegen sie Platz 2 nach Kauf auf Rechnung. Besonders für Händler:innen, die international verkaufen, sind sie also unverzichtbar.

Gebühren: 

Shopify Basic

2,4 % + 0,25 €

Shopify

2,1 % + 0,25 €

Shopify Advanced

1,8 % + 0,25 €


Apple Pay und Google Pay

Sowohl Apple Pay, als auch Google Pay werden relativ selten genutzt - noch. Denn sie sind im Kommen und werden in Zukunft sicherlich eine größere Rolle spielen; für jene, die digitalaffin sind, ist dies bereits heute der Fall. Schließlich ist es besonders seit Corona keine Seltenheit mehr, per Smartphone oder gar Smartwatch Einkäufe zu erledigen. Warum also nicht dasselbe Zahlungsmittel für Onlinekäufe nutzen? Gerade die Tatsache, dass mittlerweile viele große Onlineshops diese beiden Zahlungsmethoden anbieten, zeigt, dass sie relevant sind - und es sicherlich auch sein werden.

Gebühren: Die üblichen für Kartenzahlungen, sonst keine Transaktionskosten 

Shop Pay

Shopify hat mit Shop Pay einen eigenen Einkaufsassistenten, mit dessen Hilfe Shopify-Kund:innen ihre Daten wie E-Mail-Adresse, Kreditkarte und Versandinformationen speichern können, um sie nicht bei jedem Shopify-Shop im Checkout aufs Neue eingeben zu müssen. Es ist also ein beschleunigter Checkout und bietet daher einen großen Vorteil für Kund:innen; was mittlerweile 40 Millionen Käufer:innen zu schätzen wissen. Nun können Kund:innen auch in Instagram Shops anstelle von Facebook Pay nun Shop Pay als Zahlungsmethode nutzen. Das Gute an Shop Pay ist aber noch, dass Shopify für jede Bestellung, die per Shop Pay bezahlt wird, die Lieferungsemissionen kompensiert. Kaufen und dabei etwas für die Umwelt tun.

Gebühren: Die üblichen für Kartenzahlungen, sonst keine Transaktionskosten 

EPS-Überweisung (Österreich)

EPS ist das österreichische Pendant zur Sofortüberweisung, ist jedoch deutlich weiter verbreitet und gehört zu den beliebtesten Zahlungsmethoden. Auch in diesem Fallen loggen sich die Kund:innen also mit ihren Zugangsdaten zum Online-Banking ein und nehmen die Zahlung vor. 

Gebühren: 

Shopify Basic

2,4 % + 0,25 €

Shopify

2,1 % + 0,25 €

Shopify Advanced

1,8 % + 0,25 €


Ideal (Niederlande)

Die Niederländer:innen heben sich, was bevorzugte Zahlungsmethoden angeht, von ihren Nachbar:innen deutlich ab: Denn der Platzhirsch ist Ideal, was in anderen Ländern eher unbekannt ist, in den Niederlanden jedoch von etwa 60% der Bevölkerung genutzt wird. Für Händler:innen im deutschsprachigen Raum ist es ein großer Vorteil, dass Shopify Payments auch Ideal anbietet, denn angesichts der eng verwandten Sprachen ist es auch naheliegend, niederländische Kund:innen anzusprechen.

Gebühren: 

Shopify Basic

2,4 % + 0,25 €

Shopify

2,1 % + 0,25 €

Shopify Advanced

1,8 % + 0,25 €


Bancontact (Belgien)

Von der Funktionsweise her hat Bancontact Ähnlichkeiten mit der Sofortüberweisung, ist aber letztendlich doch etwas anders, denn Kund:innen besitzen eine Bancontact-Karte, die mit der jeweiligen Bank verknüpft ist. Das macht sie zur beliebtesten Zahlungsmethode in Belgien.

Gebühren: 

Shopify Basic

2,4 % + 0,25 €

Shopify

2,1 % + 0,25 €

Shopify Advanced

1,8 % + 0,25 €


Was sind die Vorteile von Shopify Payments?

Sowohl für Händler:innen, als auch für Kund:innen bietet Shopify Payments große Vorteile:

  1. Gleich mehrere Zahlungsmethoden auf einmal

Händler:innen erhalten sozusagen auf einen Schlag die Möglichkeit, mehrere Zahlungsmethoden anzubieten, ohne jede einzelne separat anzubinden. 

  1. Keine “Doppelgebühren”

Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an; lediglich die üblichen Gebühren, die sonst auch anfallen. Bei Zahlungsmethoden von Drittanbietern wie PayPal beispielsweise erhebt Shopify zusätzlich zu den Transaktionsgebühren des Zahlungsanbieters noch eigene Gebühren je Bestellung - diese entfallen bei Shopify Payments.

  1. Zahlungsmethoden sofort verfügbar

Die Zahlungsmethoden von Shopify Payments stehen nach der Aktivierung sofort zur Verfügung. Das spart enorme Zeit (und sicherlich auch Nerven), denn bei Drittanbietern müssen erst Business-Konten erstellt und diese dann mit Shopify verknüpft werden. Nicht nur die Eingabe von Daten jedes Mal aufs Neue erfordert einen gewissen Aufwand, die Prüfung und Bestätigung der Business-Konten können unter Umständen relativ viel Zeit einnehmen. 

  1. Bevorzugte Zahlungsmethoden anbieten

Händler:innen bieten die präferierten Zahlungsmethoden an und Kund:innen können mit jener, die sie bevorzugen, bezahlen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. 

  1. Einfachere Rückerstattung 

Wenn man im Shopify-Backend Bestellungen storniert, die über Shopify Payments abgewickelt wurden, dann kann man das Geld direkt aus dem Shopify-Backend an die:den Kund:in zurückerstatten. Das zusätzliche manuelle Ausführen von Rücküberweisungen sind mit Shopify Payments nicht mehr nötig, denn Shopify wickelt dies automatisiert ab. Du als Händler:in sparst also Zeit und Nerven.

  1. Multi-Currency: Biete verschiedene Währungen an

Ein großer Vorteil ist auch, dass Shopify Payments auch Multi-Currency erlaubt. Es ermöglicht also mehrere Währungen in Deinem Shop. Wenn man international tätig ist und in verschiedene Länder mit verschiedenen Währungen verkaufen möchte, dann kann man mithilfe von Shopify Payments die verschiedenen Währungen der jeweiligen Länder im Shop anzeigen. Das ist essentiell für die Internationalisierung, sofern man nicht einen eigenen Store je Currency aufmachen möchte. Dadurch spart man sich Multi-Currency-Apps, die mit gewissen Nachteilen verbunden sind. Denn diese können oft nur in der Storefront den Preis überschreiben; ab dem Moment jedoch, wenn man in den Checkout kommt, springt es zurück auf die Basiswährung. Das sorgt bei Kund:innen natürlich zu viel Verwirrung. Mit Shopify Payments ist dies nun nicht mehr so. (Allerdings sollte man beachten, dass man bei Multi-Currency keine volle Kontrolle über die Preissetzung hat. Es wird lediglich auf- oder abgerundet, sodass manchmal krumme Preise rauskommen).

Wo ist Shopify Payments verfügbar?

Shopify Payments ist im deutschsprachigen Raum in Deutschland und Österreich verfügbar, in der Schweiz jedoch aktuell leider noch nicht. Die gesamte Liste, wo Shopify Payments möglich ist, findest Du hier.

Fazit

Mit Shopify Payments sind Händler:innen für den E-Commerce gut gerüstet. Die vielen Zahlungsmethoden, die angeboten werden, decken einen großen Teil der Präferenzen von Kund:innen ab. In Kombination mit Drittanbietern wie PayPal hast Du einen starken Shop mit Zahlungsmethoden, die keine Wünsche offen lassen, sodass für Kund:innen ein wichtiger Grund für einen Kaufabbruch entfällt. Und das kommt natürlich Dir und Deinem Shop zugute. 

Du hast Fragen? Melde Dich gerne bei uns!

Bei Fragen oder dem Wunsch nach Beratung oder Unterstützung kannst Du Dich gerne mit uns in Verbindung setzen. Wir von Tante-E sind eine der führenden Shopify-Experten-Agenturen in Deutschland mit Standorten in Berlin und Köln. Wir betreiben nicht nur eigene Onlineshops auf Shopify, sondern haben in den letzten zwei Jahren 200 Projekte wie Shop-Setups oder Shop-Optimierungen realisiert. Insofern verfügen wir über eine hohe Expertise im Bereich E-Commerce im Allgemeinen und Shopify im Besonderen. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn wir auch Dir helfen dürfen. Melde Dich einfach bei uns, wir freuen uns auf Dich.

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