Die 11 häufigsten Fehler, die Du bei der Erstellung Deines eigenen Online-Shops vermeiden solltest

      Es gibt typische Fehler, die einige Händler machen, wenn sie ihren eigenen Online-Shop über Shopify betreiben. Dieser Artikel ist dazu da, dabei zu helfen Fehler zu vermeiden oder zu minimieren, die zu Umsatzeinbußen führen würden.


      Diese typischen Fehler können in mehrere Kategorien eingeteilt werden:

Erscheinungsbild der Seite

  1. Das Design der Seite muss einen einheitlichen Auftritt haben und darf den potentiellen Kunden nicht überfordern. Dies bedeutet unterschiedliche Farben nur gezielt & bedacht einsetzen. Dies gilt ebenfalls für Schriftarten. Der Händler sollte es nicht mit zu vielen Schriftarten übertreiben, sondern auch hier wohlüberlegt handeln.
  2. Der Namen und das Logo helfen den Besuchern, die Marke im Kopf zu verankern. Je prägnanter und griffiger diese sind, desto leichter ist es für einen Besucher sich diese zu merken. Verwirrende Namen und Logos können den gegenteiligen Effekt haben, den Besucher überfordern und in der Ungewissheit lassen wofür der Online-Shop eigentlich steht.
  3. Auch die Contentseite und die Über Uns Seite sollten alle Details über das Unternehmen haben, um mögliche Zweifel des Kunden zu vermeiden. Es sollte Social Proof und weitere Elemente enthalten, die den Händler nahbarer und vertrauenswürdiger erscheinen lassen. Zwar mögen diese Abschnitte nicht so viele Besucher erhalten, wie andere Shop-Abschnitte, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit um ein Wesentliches höher, dass diese Besucher gewillt sind im Shop zu kaufen.  
  4. Du solltest darüber nachdenken einen Newsletter bereitzustellen, in dem du den Kunden über alle Neuigkeiten, Hintergründe zum Unternehmen und eventuell sogar neue Produkte informierst. Jedoch solltest du auch hier bedacht handeln und den Kunden nicht mit zu vielen belanglosen E-Mails überhäufen. Value First sollte zu jederzeit dein Anspruch an deine E-Mails sein, denn nur so baust du dir mit der Zeit eine loyale und interessierte Fan-Base auf, die sich über deine Nachrichten freut anstatt sie als Spam zu markieren.

Produkt

  1. Fehlende Angaben auf der Produktseite und keine vollständige Beschreibung des Produkts sind ein häufiger Anfängerfehler. Denn fehlende Informationen oder Angaben zur Größe, Nutzung oder Ähnlichem lassen den Besucher zögern. Nur die wenigsten machen sich die Mühe auch wirklich beim Kundenservice nachzufragen. Unser Tipp: Halte immer genau im Blick welches die meistgefragten Kundenanfragen im Kundenservice sind und versuche hierauf zu optimieren. Nicht nur senkst du langfristig deinen Aufwand im Kundenservice, sondern du steigerst zudem die Attraktiviät deines Shops.  
  2. Schlechte Bildqualität des Produktes ist der vermutlich größte Conversion Killer. Denn niemand würde jemals ein Produkt kaufen, wenn die Qualität des Produktes schrecklich und extrem schlecht ist. Schlechte Fotos lassen dies genau auf das Produkt schließen. Hier lohnt es sich ein wenig mehr Aufwand zu betreiben und in exzellente Produktfotos zu investieren, denn an diesen hängt und fällt die wahrgenommene Produktqualität und letztendlich die Kaufentscheidung.

Werbung & Marketing

  1. SEO-Optimierung ist ein entscheidender Faktor für einen Kunden deinen Shop leicht zu finden, wenn dieser nur nach dem Namen des Shops sucht. So viel Shopfiy automatisiert und hilft, einige SEO-relevante Einstellungen  musst du auch auf Shopify manuell vornehmen.
  2. Nicht Veröffentlichen von Blogartikeln oder Beiträgen. Wir kennen es selbst, man hat viel zu tun als Shopify Händler. Blogartikel zu schreiben scheint gerade dann sehr irrelevant zu sein. Kontinuierlich veröffentlichende Blogs helfen jedoch  in der Suchmaschine besser positioniert und gefunden zu werden. Shopify bietet interne Blogs, diese reichen für den Start vollkommen aus.
  3. Vernachlässigung des Kundenservices. Ein gern gemachter Fehler, aber guter Kundenservice ist vermutlich einer der nachhaltigsten Stärken, die du als Händler gegenüber der Konkurrenz aufbauen kannst. Guter Kundenservice macht Kunden oder Interessenten zu loyalen wiederkehrenden Kunden, teilweise zu sogenannten Brand Advocates, die deinen Shop voller Überzeugung und Stolz weiterempfehlen. Guter Kundenservice kann sich also sehr wohl finanziell lohnen. Und die Hürde sich positiv von der Konkurrenz abzuheben ist sehr niedrig.

Bezahlung und die Sicherheit:

  1. Wirre Sprachführung und das Fehlen typischer Vertrauensbildender Elemente im Checkout sollte auch nicht übersehen werden. Allein das Einfügen des Logos und der typischen Begriffe hilft, den Shopify Checkout bereits mehr nach einem seriösen Unternehmen ausschauen zu lassen. Außer es passt perfekt, vermeide lieber die Nutzung von einem Fotobanner im Checkout - hier kann man wesentlich mehr falsch machen als es oft Vorteile verspricht.
  2. Der Verzicht darauf weitere Zahlungsmethoden beim Start einzurichten führt ebenfalls typischerweise zu hohen Abbruchquoten. Jeder Shop sollte zumindest beim Start Visa/MasterCard, PayPal und Sofortüberweisung zur Verfügung stellen, um dem Kunden einen angenehmen Kauf zu ermöglichen. Wenn die Kundschaft ein sehr hohes Alter aufweist, sollte ebenfalls über Klarna bzw. Rechnungskauf nachgedacht werden.

        Diese Liste kann sicherlich noch endlos weitergeführt werden. Denn Fehler macht man als Händler unentwegt - diese helfen beim Lernen und kontinuierlichen Verbessern. Jedoch kann man viele Nerven und Kosten sparen, wenn man die typischten Fehler vermeidet und von den Erfahrungen anderer profitiert. Wir hoffen, dass dieser Artikel dir hierbei ein wenig helfen konnte.

      Ansonsten können wir dir wärmsten den Besuch von Shopify Meetups empfehlen, um mit anderen Händlern in den Austausch zu kommen und von den Learnings der anderen zu profitieren.

 

 

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ZUM AUTOR:

Adrian Piegsa - Shopify Expert
Adrian Piegsa ist deutscher Shopify Experte bei Tante-E.com und hilft Shop-Betreibern den Umsatz ihres Shopify Shops zu steigern. Neben der Beratung von Shopify Shops in Deutschland rund um das Thema Performance Optimierung, betreibt er und sein Team selbst derzeit drei Online-Shops, selbstverständlich auf Basis von Shopify. Zudem ist er Organisator der Berliner Shopify Meetups und teilt neuerdings sein Wissen in Blog Posts sowie in seinen Video Podcasts.

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